pharma relations: Kollaboration ist unerlässlich

PHARMA RELATIONS: KOLLABORATION IST UNERLÄSSLICH

Das Fachmagazin für Healthcare-Kommunikation pharma relations beschäftigt sich in der Mai-Ausgabe mit der Bedeutung der Digitalisierung für Kommunikationsagenturen. Dazu sprechen 4 Agenturchefs und Healthcare-Experten, darunter auch cyperfection-Geschäftsführer Georgios Manolidis, über die Veränderungen in der Zusammenarbeit – sowohl agenturintern, als auch zwischen Agenturen und Kunden. Georgios Manolidis geht dabei unter anderem auf aktuelle Herausforderungen der Branche, kreative Businesslösungen und agile Arbeitsmethoden ein:

Was die Digitalisierung für Kommunikationsagenturen bedeutet

Die Digitalisierung erfasst alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche – und damit natürlich auch das Geschäft mit Marketing und Kommunikation. Das bedeutet nicht nur, dass Kampagnen immer stärker digital geprägt sind, sondern auch die Zusammenarbeit verändert sich. Neu ist beispielsweise die Art und Weise, wo, mit wem und wie man (zusammen-)arbeitet, was auch bedeutet, dass starre Prozesse weitgehend ausgedient haben und Ergebnisse transparent und nachvollziehbar werden.

„Wir leben seit mehr als 20 Jahren digital“, sagt Georgios Manolidis. „Unser Ansatz war daher schon immer ‚digital first’.“ Deshalb komme die aktuelle Entwicklung seiner Agentur zugute. Heute liege die Herausforderung für Agenturen darin, kreative – digitale – Businesslösungen zu entwickeln. Diese würden durch eine fundierte Analyse, einer daraus resultierenden Strategie und einem passenden Vorgehensmodell bestimmt. „Die Leitidee wird strategisch über alle Kanäle gedacht, und das kreative Motiv ist weiterhin der rote Faden“, sagt Manolidis. Basierend auf diesem Fundament würden die „Big Ideas“ entwickelt und etwa als Kommunikationskampagnen konzipiert und umgesetzt. Die Interaktionsmöglichkeiten im digitalen Raum stünden hier an erster Stelle und würden durch die klassischen Medien kommunikativ unterstützt. „Somit hat sich beispielsweise die Bedeutung des klassischen Anzeigenmotivs komplett geändert“, konstatiert er.

Doch Digitalisierung bedeutet nicht nur, dass digitale Touchpoints und Kommunikationskanäle einen immer höheren Stellenwert bekommen und dass man immer mehr Daten zur Verfügung hat, die Informationen über die Zielgruppe liefern, sondern sie verändert auch die Struktur und die Arbeitsabläufe in den Kommunikatonsagenturen. Die Art und Weise, wo, mit wem und wie man (zusammen-)arbeitet, habe sich durch die Digitalisierung fundamental verändert, stellt Manolidis fest. Zum Einsatz kämen nun cloudbasierte Kollaborationswerkzeuge, neue Kommunikationskanäle wie interne Chats, transparente Projektmanagementlösungen sowie Dokumentations- und Prototypingtools. Diese Tools ermöglichten ein ortsunabhängiges und agiles Arbeiten mit interdisziplinären Teams. Durch den Einsatz dieser neuen technischen Möglichkeiten würden die Prozesse stark optimiert, und die Ergebnisse würden transparent und nachvollziehbar. Auch das Thema „New Work“ spiele in Bezug auf die Organisationsstrukturen und Arbeitsabläufe von Agenturen eine immer wichtigere Rolle. Aus diesem Grund „verkürzt“ cyperfection ab Oktober den Winter für das Team und eröffnet ein Pop-Up-Office auf Lanzarote. Hier gibt es die Möglichkeit zu arbeiten und zu „überwintern“, was ohne die neuen technischen Tools nicht machbar wäre.

Agilität und Disruption

Agile Arbeitsmethoden und kreative Techniken hätten die Zusammenarbeit intern und mit den Kunden verändert, sagt auch Manolidis: „Ein gemeinschaftliches Verständnis, ein abgestimmtes Vorgehensmodell und ein Envolvement aller Beteiligten führen effizient zur Zielerreichung.“ Unter dem Motto „User Centricity“ und „Launch and Learn“ analysiere und optimiere man Businesslösungen oder digitale Kampagnen kontinuierlich, bis das Ergebnis für den Kunden passt. Deshalb sei es sehr hilfreich, wenn Unternehmen bereits frühzeitig im Projekt die Endkunden im kreativen Prozess involvieren. „In Bezug auf patientenzentrische Kommunikation ist die Digitalisierung sowohl Treiber als auch Lösung – und reicht weit über das Marketing-Silo hinaus.“ Gerade in den letzten beiden Jahren würde seine Kunden verstärkt auf Agilität und Disruption setzen. Design Thinking sowie Minimal-Viable-Product-Techniken (MVP) würden zunehmend in der Gunst der Kunden steigen. „Durch die Erstellung eines MVP, also eines minimal funktionsfähigen (digitalen) Produktes oder Services, können Unternehmen schnell und ohne großen Aufwand die Markttauglichkeit ihrer Innovation bewerten“, erklärt Manolidis. „Um Erfolg zu haben, sollten Entscheider aber dazu bereit sein, den gesamten Prozess holistisch zu betrachten, um zukunftsweisende Strategien zu entwickeln. Diese führen langfristig zu mehr Identifikation mit der Marke und stärken gleichzeitig die Kundenbindung.“